St. Josephs-Verein Niederbergstraße


Federzeichnung von dem Westönner Heinz Rohrer



Der St. Josephs-Verein in Niederbergstraße wurde 1925 in der damaligen Gaststätte Beyer gegründet.

Zweck des eingetragenen Vereins ist es, das katholisch-religiöse Leben in dem Ortsteil Niederbergstraße zu fördern .

Dies geschieht besonders durch den Erhalt der Kapelle St. Maria Magdalena, die im Jahr 1872 vom Gutsbesitzer Franz Hagen erbaut und 1926 von seinem Sohn Joseph Hagen dem St. Josephs-Verein geschenkt wurde.

 

Die Kapelle


Bei der Kapelle handelt es sich um einen Ziegelbau. Der Glockenturm wurde 1928 aufgesetzt. Das Kirchenschiff besteht aus drei gewölbten Jochen mit einem Kirchjoch, an das im Jahr 1902 eine Sakristei angebaut wurde.1947 beschloss die Generalversammlung des Kapellenvereins einen Neubau der Kapelle. Dieses sicherlich gut gemeinte Vorhaben kam jedoch nicht zur Ausführung, so dass 1949 umfangreiche Renovierungsarbeiten begannen. Diese wurden 1953 abgeschlossen. Vom Herbst 1968 bis zum Sommer 1969 fand eine weitere größere Renovierung statt, die der Verein allein finanzieren mußte. Merkmale dieser Renovierung waren: ein neuer Altar, ein neuer Tabernakel, die Plattierung des Chorraumes, die Verkürzung der Orgelbühne, die Erneuerung des Holzfußboden und der Innenanstrich. 1982 wurde eine neue Heizungsanlage installiert und 1985 wurde die Elektrifizierung des Glockengeläutes durchgeführt. Im Jahr 2000 fand die letzte große Renovierung statt.

Die Orgel


Die Orgel in der Kapelle St. Magdalena ist eine sogen. Schleifladenorgel und zählt zu den ältesten Instrumenten im Raum Werl. Einer Kostenaufstellung aus dem Jahr 1872 ist zu entnehmen, dass die Orgel von Hellwig in Paderborn für 325 Taler gebraucht gekauft worden ist. 1984 wurde die Orgel von der Orgelbaufirma Stockmann aus Werl restauriert und 1985 zum 60. Gründungsjubiläum des St. Josefs-Vereins feierlich wieder eingeweiht.

Die Glocke


Die Glocke im Turm stammt aus dem Jahr 1700. Ihr Durchmesser beträgt 40cm und ihr Gewicht ca. 40 kg. Gegossen wurde die Glocke von dem Arnsberger Berndt Wilm Stule. Im Werler Stadtarchiv ist nachgewiesen, dass die Familie Hagen das Inventar der alten Werler Hospitalkirch gekauft hat. Hierzu gehörte auch die Glocke, die am äusseren ein sauber gegossenes Lilien- und Rankenfries und folgende Inschrift aufweist: SVB DNVS WILHELMO NACKEN CASPFLORENTIO BRANDIS PROVISORIBUS FVSA ANNO 1700 (Unter den Herren Provisoren Wilhelm Nacken und Caspar Florenz Brandis gegossen im Jahr 1700)

Vereinsleben


Seit 1982 findet jährlich ein Frühschoppen zum Patronatsfest an der Kapelle statt, der mit einem Gottesdienst beginnt. Für das leibliche Wohl wird ebenso gesorgt wie für die Unterhaltung der Gäste. Die Erlöse dieser Veranstaltung und weitere Spenden z.B. vom Dreikönigssingen sind für die Unterhaltung der Kapelle bestimmt.


Quellenangabe: Jubiläumsschrift 128 Jahre Kapelle St. Maria Magdalena 75 Jahre St. Josephs-Verein Niederbergstraße, Fotos: Bernd Müller


Die Kapelle vom Schulhof gesehen nach ihrer letzten Renovierung
Der Altarraum im innern der Kapelle
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